Der Gebäudeenergieberater


Energieberater – im Einsatz für Kostenersparnis und Umwelt


Der Gebäudeenergieberater (HWK) ist eine geschützte Berufsbezeichnung mit einem zertifizierten Abschluss der Handwerkskammer (HWK).


Seit dem einprägsamen Slogan eines großen Elektronikfachmarkts – “Geiz ist geil” – will heute jeder sparen. Auch der Umweltschutz nimmt bei vielen Menschen eine zunehmend wichtigere Rolle ein. Da macht es Sinn, bei dem anzufangen, womit und worin wir alle ständig zu tun haben – mit Gebäuden in denen wir uns ständig aufhalten. Denn egal, ob zu Hause oder bei der Arbeit, wir alle verbringen die meiste Zeit unseres Lebens in geschlossenen Gebäuden. Und ob es sich nun um ein Einfamilienhaus handelt oder um ein mehrstöckiges Geschäftsgebäude, sie haben mehrere Gemeinsamkeiten: Sie alle müssen regelmäßig beheizt werden. Weiterhin benötigen sie Strom für Licht und andere haustechnische Anlagen. Beide Aspekte kosten Geld und belasten die Umwelt durch den Verbrauch von Energie. An dieser Stelle kommt nun der Gebäudeenergieberater ins Spiel. Denn wer beim Bau oder der Modernisierung eines Hauses Energie und damit auf längere Sicht auch Geld einsparen möchte, der braucht einen Experten, der genau weiß, was zu tun ist.


Energiesparen – vom Gesetzgeber vorgeschrieben


Neben dem eigenen Sparwillen der Bauherren hat auch der Gesetzgeber die Messlatte für Häuser noch einmal zusätzlich angehoben. So gibt die Energieeinsparverordnung von 2009/2014 um 30 Prozent verschärfte Anforderungen an den Energieverbrauch von Neu- und Altbauten vor. Zur Kontrolle dient der Pflicht gewordene Energieausweis. Gleichzeitig sollen hohe staatliche Förderprogramme den Einsatz energiesparender Maßnahmen unterstützen.


Was genau macht der Gebäudeenergieberater?


Für jedes Wohn- und Nichtwohngebäude kann ein Gebäudeenergieberater mit entsprechender Qualifizierung einen sogenannten Energieausweis erstellen. In diesem werden die Energieverbrauchswerte des Hauses in bestimmten Kenngrößen angegeben. Gemäß der Energieeinsparverordnung muss dieser Energieausweis bei Neuvermietung, Verkauf oder Verpachtung eines Gebäudes zugänglich gemacht werden. In öffentlichen Gebäuden ab 1000 qm Nettogrundfläche muss der Energieausweis sogar an einer gut einsehbaren Stelle ausgehängt werden. Außerdem droht allen Hauseigentümern ein Bußgeld, wenn sie dieses Dokument auf Verlangen des zukünftigen Gebäudenutzers nicht vorlegen. Neben der reinen Erfassung des Energieverbrauchs und energetischer Schwachstellen am Haus hat der Energieberater, wie sein Name bereits verrät, aber noch eine weitaus wichtigere Funktion: Er berät den Bauherren bzw. den Hauseigentümer in Bezug auf mögliche Verbesserungen und die Ausbesserung von energetischen Schwachstellen. Als Experte vom Fach ist der Energieberater hierbei der kompetente Partner des Bauherren hinsichtlich der energieeffizienten Planung, der Vergabe von umweltschonenden Bauleistungen sowie der Bauüberwachung. Er verwirklicht den Einsatz energiesparender Klimatisierungsmethoden, Beleuchtung und Heiztechnik, die die Konstruktion von Niedrig- oder sogar Plusenergiehäusern ermöglichen. Außerdem prüft und berechnet er die Verwendung erneuerbarer Energien, zum Beispiel durch den Einsatz von Photovoltaik, thermischen Solaranlagen oder Geothermie.

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